Spitzenwein ist Ehrensache

Leopold Auer                   Tattendorf

 

 

 

Pioniere: Leopold sen. und Herma

Love: Helga

Next Generation: Katharina, Stefanie, Lukas und                                       Matthias

Nutztiere: Herkules und Snuppi

Größe:      knapp 19 ha

Rotwein:   80 % 

Lieblingssorten: Pinot Noir und St. Laurent

Lieblingslage: Weißes Kreuz (im Moment Mitterfeld)

Erster Wein: Durch die Generationen übergreifende Arbeitsweise nicht genau zu sagen! Aber sicher Pinot Noir :-)

Rock oder Klassik: es läuft Alles 

Facebook: Weingut Familie Auer 

Homepage: www.weingutauer.at

Heuriger: Ja traditionell, elegant mit kalten Speisen

Besonderes:

Neben dem Weinbau wird auch Obst angebaut : Hauptsächlich Holunder, doch auch andere Obstsorten, die zu biologischen Fruchtsäften weiter verarbeitet werden.

 

 

 

 


Der Winzer Leopold Auer ist ein fröhlicher Mensch und wo immer man ihn trifft eilt ihm sein Lachen voraus. Ganz oft trifft man ihn an Orten, wo die besten Weine, speziell die besten Pinots gemacht werden. Ob Burgund oder in der Schweiz bei Gantenbein - die alle bekannt für ihre straffen Pinot Noirs sind - über all dort holte sich Leopold Auer Inspirationen für seine Weine.  Dass mittlerweile deren Blick auch in die Gegenrichtung, nämlich auf die Tattendorfer Winzer fällt, ist sicher auch mit sein Verdienst.

Seine Weine baut er in vier Linien aus und speziell seine Reserveweine, Weine aus den besten Lagen und Trauben, die zu 50% in neuen französischen Eichenfässern ausgebaut werden, zählen immer wieder zu den besten Weinen Österreichs. Da 85% der Weine, die hier produziert werden Rotweine sind, gilt die große Liebe natürlich dem Pinot Noir - wobei auch der St. Laurent dieses Weinguts jedes Jahr umwerfend gut schmeckt. Die Weine sind sortentypisch, mit einer kühlen Aromatik, straff am Gaumen und haben eine  lebendige Säure, die diese frisch und lebendig wirken lässt! Beim Pinot Noir sorgen die französischen Klone für die erwünschte helle Farbe, Tiefe und feine Vielschichtigkeit. Der St. Laurent wirkt dagegen immer ein wenig  rustikaler, animiert allerdings durch seine Frische am Gaumen zum Weitertrinken.

In den Weingärten hat schon sein Vater Leopold senior, mehr aus dem Arbeitsalltag heraus, begonnen biologische Weine zu machen. Es war einfach nicht immer Zeit nach modernen Richtlinien - damals verstand man darunter das Abtöten allen Lebens in den Weingärten - zu arbeiten und der Pferdemist aus der Landwirtschaft wurde als Dünger eingebracht, so wie es heute auch wieder gemacht wird.

Das Weingut wurde 2012 Bio-zertifiziert und damit wurde niedergeschrieben, was eigentlich schon immer praktiziert wurde. Auf die Frage, wann er selbst seinen ersten Wein gemacht hat, wusste er das Jahr nicht, da die Familie einfach immer zusammengearbeitet hat. Und so ist es ganz selbstverständlich, dass er sich auch schon freut, wenn einer seiner  Söhne "endlich" die Weinbereitung übernehmen wird. Die Vorlage, dass schon die einfachsten Weine bester Qualität sein müssen, um damit in der Gastronomie punkten zu können, werden diese genau so selbstverständlich erfüllen. So bekommt der Spruch "Qualität über Generationen" ganz selbstverständlich Tiefe und Sinn.

Im traditionellen Heurigen, in dem nur kalte Speisen angeboten werden, hilft auch wiederum die ganze Familie zusammen und die beiden Töchter, die beide Winzerköniginnen waren, betreuen hier herzlich die Gäste im stilvollen St. Laurent Stüberl.

 

 

Poldis Lieblingslage :

Weißes Kreuz in Tattendorf

Die Lage Mitterfeld hat uns ja Georg Schneider schon vorgestellt. Neu ist, dass mit Ende des Jahres die Lagen Mitterfeld und Dornenfeld zur Großlage"Weißes Kreuz" zusammengelegt werden. Eine Korrektur, die es dem Konsumenten leichter machen soll, einen Wein dem Gebiet zuzuordnen. Hier im Steinfeld ist das sicher kein Problem, da sich ja ein Spitzenwinzer an den anderen reiht und jeder wirklich qualitativ hochwertigen Wein produziert! In anderen Orten jedoch kann es trotz des Herkunftswissen der Weine durchaus ein Problem sein, sich auf die Qualität der "Lagen-Weine" zu verlassen. Die Pinot Noir Reben, die von Leopold Auer sen. hier ausgepflanzt wurden, sind mittlerweile über vierzig Jahre alt. Die französischen Klone tragen kleinbeerige Trauben aus denen extrem helle Weine gekeltert werden.

Die Lage ist eingefasst von jetzt im Frühjahr traumhaft schön blühenden Obstbäumen, die gemeinsam mit dem damaligen Bürgermeister Schneider sen. gepflanzt wurden. Diese Bäume wurden als Projekt für die Menschen in der Region gepflanzt, um der extremen Monokultur in den Weingärten entgegen zu wirken. Und  das alles passierte in einer Zeit, als das Wort Biodiversität bei uns noch ein Fremdwort war. "Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt gelten als wichtige Grundlage für das menschliche Wohlergehen" -- diese Beschreibung aus Wikipedia ist wohl eines der Leitmotive der Winzer hier. Die Böden sind begrünt, auf Pestizide und Herbizide wird verzichtet und rundum existiert eine Artenvielfalt, die die Böden und Weingärten lebendig hält!