Qualität statt Menge ...........

Katharina Prüfert-Barbach   Perchtoldsdorf

 

 

Pioniere:    Johann und Christine

Alter:          Ü40

LOve:          Willi

NextG:        Juli und Willi

Nutztiere:  Hund Wetti ( weil er so gerne im Wasser spielt)

 

GrÖße: 4 Ha  

80% Weißwein 20% Rotwein

Erster Wein: 1991 Weißburgunder & Welschriesling

Lieblingslage: Haspel und Hochrain

Barriques:  6

 

Rock oder Klassik: FM4

Facebook: Ja 

HP: www.weinbau-barbach.at

TOP100 die letzten 5 Jahre:

 

 

Bei der Familie Barbach in Perchtoldsdorf wird die Arbeit noch unter den Generationen aufgeteilt.  Da fährt der rüstige Vater, der mit 20 Jahren zusätzlich eine Maurerlehre begann und deshalb noch heute in der Lage ist, die so wichtigen Trockenmauern in den Weingärten zu erhalten, während des Aussteckens die Weingärten gießen. Da betreut die Mutter, die"Grande Dame" der Familie, so wie Sie es schon immer gemacht hatte die Gäste des Heurigen. Und Katharina, die die Weinbauschule in Klosterneuburg besucht hat, pendelt zwischen Laubarbeiten im Weingarten, Leitung der großartigen Küche im Heurigen und Betreuung der Kinder hin und her.

Dass die Familie schon immer auf Qualität und Innovation gesetzt hat, bewies sie in dem sie  eine der ersten waren, die eine Mengenbeschränkung im Weingarten vornahmen. Der Vater Johann probierte - in einer Zeit, in der das Wort Gründüngung noch ein Fremdwort war - Sonnenblumen zwischen die Rebzeilen zu setzen und es wurde schon immer auf Herbizide und Pestizide  verzichtet. Soweit, so gut.

Aber wirklich großartig finde ich, dass diese Familie dem Quereinsteiger Willi Prüfert das Zepter im Weinkeller als Kellermeister übergab um - wie Katharina meint - einen neuen und offeneren Blick auf die Weinbereitung zu bekommen. Herausgekommen sind dabei hervorragende Ergebnisse: die S-Klasse als Synonym für die besten Rotweine des Weinguts, das kontrollierte "Versuchsweingarten-Experiment" mit für unsere Breiten untypischen Tempranillo Trauben  oder auch die köstlichen Burgunder-Cuvees. Die Weine der Barbachs zeichnen sich alle durch eine klare Sorten- und Lagen-Typizität aus. Der Holzeinsatz wird bewusst gering gehalten um den Weinen eine gewisse Leichtigkeit und Frische zu erhalten. Regelmäßige Auszeichnungen, wie auch heuer wieder Sortensieger der Thermenregion, zeugen vom richtigen Weg von Katharina und ihrer Familie.

Damit kein Stillstand einkehrt, wurde dem 18jährigen Sohn Willi, der die Weinbauschule in Krems besucht, schon ein Weingarten in den Sossen übergeben. Das ist sicher nicht ganz zufällig passiert. Denn es war damals auch derselbe Weingarten in dem Katharina ihre ersten Schritte als Winzerin machen durfte. Die vielen Auszeichnungen bezeugen heute, dass sie einen erfolgreichen Weg  eingeschlagen hat.  Dass ihre Tochter Juli im Teenageralter schon köstliche Süßspeisen für den Heurigen bäckt, passt in das Credo dieser Vorzeige-Winzerfamilie perfekt hinein. Hier kennt jedes Familienmitglied seine Aufgabe. Nicht ohne Grund freut man sich jedes Mal aufs Neue, wenn bei Barbachs "ausg'steckt" ist und man in diesem wunderschönen Heurigen einkehren kann wo man jedes Mal wieder außergewöhnlich herzlich empfangen wird. 



zweit Liebste LaGE .........

Ried Hochrain  

Die eigentliche Lieblingslage Katharinas ist die Haschpl, die wir ja schon durch Georg Nigl kennengelernt haben. Der Name Hochrain wurde erstmal 1357 im Melker Stifts-Archiv  erwähnt und leitet sich von einem Flurnamen ab, der abschüssiges Gelände bezeichnet. Die Ried Hochrain liegt ein wenig über der Haspel und noch etwas mehr in Waldes-Nähe. Dies hat den Vorteil der Kühle der Lage, die die Weine fein und elegant macht. Gleichzeitig hat sie jedoch auch den Nachteil, dass dort auch allerlei Getier, wie Wildschweine und Rehe, gerne unterwegs sind. Die Lage ist tiefgründig und der dort abgelagerte Kalk - und wahrscheinlich wie in der Haspel Tonschiefer - bringt feine und mineralische Weine hervor. Dass die Lagen in Waldnähe hier schon immer von großer Bedeutung für den Weinbau waren, erkannte man in Perchtoldsdorf schon frühzeitig. Im Jahr 1756  wurde, um die Qualität der Weine zu verbessern, ein Erlass verfügt, der es nur mehr in den damals so genannten "Gebirgslagen" erlaubte Wein auszupflanzen. Die Familie Barbach hat am Hochrain auf den Chardonnay gesetzt und zwar auf einen steirischen  und einen französischen Klon. Der Chardonnay dürfte sich auf dieser Lage  besonders wohlfühlen, da man auch in ein paar angrenzenden Weingärten von anderen Winzern, diese Traube findet.  

Die grandiose Aussicht auf die Burg Perchtoldsdorf macht diese Lage zu etwas ganz Besonderem und macht einen Spaziergang dorthin wirklich lohnenswert .