Der Mensch ist Teil des  Terroirs.....

Johanneshof  Reinisch             Tattendorf 


  • Pioniere: Veronika und Johann
  • Love JR: Anita
  • Söhne JR: Sebastian u Thomas
  • Im Keller: Johannes
  • Im Weingarten:        Christian
  • Marketing:         Michael

 

  • Größe: 40Ha BIO: seit 2013
  • Rotwein: 65%
  • Barriques: 500
  • Lieblingslage: Holzspur


  • Speck:Magalitzer u. Schwäbisch-Hall Schweine
  • Dünger:Fry u.Klani, Isländer
  • Wache: Aster, Balu, Kessi, Hunde

 

  • Rock oder Klassik: Klassik 
  • HP: www.j-r.at
  • Facebook: Ja
  • Heuriger: Birgit kocht 
  • Special: Hollunderplantagen

Der 28. Mai 2009 war für die Thermenregion ein Tag voller Trauer. Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern als mich Birgit Reitbauer anrief und mich fragte ob ich schon vom Unfall von Herrn Reinisch gehört hätte. Die Brüder Johannes, Michael und Christian  führen das Weingut nach dem tragischen Tod ihres Vaters unverändert unter dem Namen Johann und Veronika Reinisch in seinem Sinn fort - innovativ, dynamisch und verbindend in der Region. Wahrscheinlich ist die gegenseitige Hilfsbereitschaft der Winzer hier auch mit ein Grund, dass in Tattendorf  viele außergewöhnlich gute Weine produziert werden.

Den großen Zusammenhalt der Familie kann man schon alleine daran erkennen, dass ein Wein immer erst dann auf den Markt kommt, wenn ihn alle drei Brüder für gut befinden. Auf diese Weise wird letztlich auch die Linie des Weinguts erhalten und Stiländerungen werden nur in kleinen Schritten umgesetzt. Dazu gehört, dass in den Weingärten  immer wieder verschiedene Klone ausgepflanzt werden um die optimalen Rebstöcke für die verschiedenen Lagen zu ermitteln. Dabei wird großes Augenmerk auf  die "Massale Selection" gelegt. Bei der werden Edelreiser von den widerstandsfähigsten und besten Rebstöcken genommen und werden danach in der ans Weingut angeschlossenen Rebschule weiter vermehrt. Schon der Großvater Johann hat für den Traubenverkauf, damals an das Weingut Morandell, solche Selektionen vorgenommen. Durch diese Eingriffe in die Natur, sieht sich Johannes auch als Teil des Terroirs. Die Entwicklung der Weine zeigt , dass dies ganz sicher der richtige Weg ist und unzählige Auszeichnungen in den vergangenen Jahren bestätigen das große Können und die Vielseitigkeit der Winzer. Rene Gabriel, einer der größten Weinkenner der Welt, bewertete den Sankt Laurent Holzspur 2003 sogar als den besten St. Laurent der Welt! 

 

Für Johannes Reinisch sind der Rotgipfler und der St. Laurent die Leitsorten für das Familienweingut und er meint, diese könnten es auch ohne weiteres für die ganze Thermen-Region sein. Aus diesem Grund setzt er sich auch für eine kontrollierte Herkunftsbezeichnung - DAC Thermenregion-für die Sorten Rotgipfler und St. Laurent ein, ohne dabei den Zierfandler und den Blauen Burgunder, bei dem er mit den deutsche Klonen wegen der schönen Säurestruktur gute Erfahrungen macht, zu vernachlässigen. Die Reinischs waren natürlich auch eine der ersten mit einer Höhenlage für den Pinot Noir hoch über Gumpoldskirchen und hatten das Potenzial dieser Lage für den Pinot Noir schon frühzeitig erkannt. 

 

Der Heurigen des Weinguts,mit einem liebevoll gestalteten Gastgarten,ist an Birgit Haslinger verpachtet, die schon während ihres Studiums die Weine der Familie Reinisch als Mitarbeiterin im Verkauf kennen gelernt hat. Nach mehreren Jahren  bei Johanna Meier in Filzmoos kocht Sie jetzt zu den tollen Weinen passend eine traditionelle, aber gehobene Heurigenküche .


Ried Frauenfeld Tattendorf

Die Lage Frauenfeld ist der Teil des Steinfelds, der diesem Namen mehr als gerecht wird und ist mit der Ried Holzspur, die direkt angrenzt, sicher eine der besten Rotweinlagen in Österreich. Der steinige, karge und extrem wasserdurchlässige Schotterboden, ( Schwemmland des Urmeers auch Avialschotter genannt) mit einer filigranen Humusschicht bietet hier ideale Bedingungen für den Pinot Noir und den St. Laurent.

Die Lage ist in der Ferne vom Schneeberg, dem Leithagebirge und vom Anninger umgeben, die mit ihren kühlen Winden  für einen guten Luft-Durchzug und damit für eine gute Durchlüftung der Reben sorgen. Das Wetter ist durch das pannonischen Klima mit vielen Sonnenstunden und wenig Niederschlägen geprägt. Im Sommer solltet ihr an einem heißen Tag einmal die Steine anfassen und ihr werdet spüren wie sich diese aufheizen und die Wärme speichern.  Die Weine von hier sind würzig und sehr vielschichtig mit einer feinen Struktur, die an dunkle Beeren erinnert.

Fast alle namhaften Winzer aus der Umgebung von Tattendorf haben hier Reben ausgepflanzt und bewirtschaften diese mittlerweile auch schon zum großen Teil biologisch. Der Abstand zwischen den Reihen wurde in den letzten Jahren erweitert damit die Rebstöcke untereinander nicht konkurrieren. Und wenn ihr, sobald es eisig wird, einen Hubschrauber über die Weingärten fliegen seht, dann hat die hier angebrachte Wetterstation Alarm geschlagen und die Winzer (natürlich wieder alle gemeinsam) lassen die Luft verwirbeln damit die Reben nicht abfrieren.