Frauenpower seit Generationen...

Birgit Pferschy-Seper       Mödling

Pioniere: Oma Maria und Mama                                          Magarethe

Alter: Knapp über 40 

Love: Hannes

Next Generation:Anna,Kathi,Leni,

Nutztiere: Hund Cookie,Katze Shelly und Hühner für Eier


Größe: 7Ha

Rotwein 20%

Barriques: 10 Wienerwaldeiche

Erster Wein: 1990 natürlich Weissburgunder

Bio: seit 2003

Praktikum: In Südafrika und Kalifornien


Rock oder Klassik: Telemann 

Facebook: Ja

HP: www.pferschy-seper.at

Heuriger: Ja

Top100 : Ja






Es ist schon bemerkenswert, dass einer der ältesten Heurigen der Region schon seit vier Generationen von Frauen geführt wird. Zwar ist das heute nichts Außergewöhnliches mehr, aber noch immer die Ausnahme. Die Vorgaben sind beachtlich, denn alle Frauen, die vor Birgit den Heurigen geleitet haben, waren ausgesprochen innovativ und umtriebig. Die Urgroßmutter war damals ungewöhnlicherweise eine Frau mit öffentlichem Amt und Landwirtin. Die Oma wurde gezwungener Maßen zur Winzerin nachdem ihr Mann im Krieg gefallen war und erregte großes öffentliches Aufsehen, als sie die erste hydraulische Weinpresse anschaffte. Dies war in der damaligen Zeit unglaublich innovativ und sicher eine riesige Investition in die zukünftige Qualität des Weines aus diesem Haus.

Die Mama begann aus Fürsorge um die nächste Generation, Weine biologisch auszubauen, schon lange bevor es dieses Wort für den Weinbau in diesem Sinne überhaupt gab. Gemeinsam mit Birgit wurde dieser Gedanke 2003 auch offiziell mit einer Zertifizierung umgesetzt. Durch Auslandspraktika bei zwei Weingütern in Südafrika und Kalifornien hat Birgit auch einen internationalen Zugang zum Ausbau ihrer Weine gefunden, ohne dabei die Regionalität der Thermenregion aus den Augen zu verlieren. Birgit hat vor kurzem eine der schönsten Lagen der Region rund um den Eichkogel neu ausgepflanzt. Durch ihre Steilheit ist diese sicher schwer zu bewirtschaften und ein aufwendiges Projekt. Jedoch die Vielfalt an Kräutern, Insekten und Vögeln die man hier vorfindet zeigt auf, dass hier die Natur wirklich in Ordnung zu sein scheint und ich bin mir sicher, dass in zwei Jahrzehnten auch dies als Meilenstein in die Geschichte des Weinguts eingehen wird. Birgit - die wann immer man sie trifft, fröhlich und dynamisch wirkt, strahlt voller Leidenschaft, wenn sie über diese wunderschönen Lagen und ihre naturnahe Bodenpflege erzählt.

Überhaupt strahlt Sie auch eine ganz besondere Energie aus, die dieses Haus wohl auch schon auf den Querdenker Kronprinz Rudolf ausgeübt haben könnte, als er sich hier mit Baronesse Vetsera getroffen hat, die gleich gegenüber gewohnt hat. 

Der Heurigen der Familie Pferschy-Seper ist weit über Mödlings Grenzen hinweg bekannt und beliebt - deswegen sollte man unbedingt reservieren, wenn man die herrlichen Weine und das köstliche Buffet genießen möchte.

Und zum Glück ist für die Zukunft durch Birgits Töchter bereits vorgesorgt, dass auch in der nächsten Generation wahrscheinlich wieder eine Frau das Steuer übernehmen wird.


Birgit`s Lieblingslage

In den Haberln 


Zwischen Gumpoldskirchen und Mödling, dort wo die Straße Richtung  Thallern einmündet, befindet sich diese schöne Lage. Von hier sind es nur ein paar Schritte zur Gebietsvinothek des Freigut Thallern. Bis zu 50 Jahre alte Weißburgunder-Reben, die schon die Oma gesetzt hat, wachsen hier und geben dem Wein diese feine Vielschichtigkeit, die nur alte Reben hervorbringen können. Die Lage ist tiefgründig und wurde durch den Straßenbau schon mehrmals aufgeschüttet, sodass einige Reben ein wenig eingesunken ausschauen.  Die Reben sind durch die naturnahe Behandlung dieses Weingartens seit mittlerweile mehr als 20 Jahren vollkommen gesund und kommen ohne künstliche Düngemittel und Pestizide aus. Die Reben sind tief verwurzelt und leiden auch in einem so heißen Sommer wie heuer nicht unter der Trockenheit. Die unmittelbare Nähe zum Anninger gibt dem Wein die notwendige Kühle und Aromatik, die alle großen Weine auszeichnen. Den Weißburgunder, den Birgit hier keltert, lagert sie noch 8 Monate in großen 600 l Fässern aus Wienerwaldeiche wodurch dem Wein noch mehr Struktur und Tiefe verliehen wird.