Ried Modler - Gumpoldskirchen

Johannes liebt steile Lagen und Muschelkalkböden. Somit liegt es eigentlich auf der Hand, dass die Modler eigentlich seine Lieblingslage sein muss. Hier am Strand des Urmeeres sind die Böden geprägt von verwitterten Kalkeinschlüssen, die den Weinen eine besondere,ganz helle Mineralik verleihen.

Nur von einer dünnen Schicht Braunerde bedeckt, sind diese Böden besonders wasserdurchlässig. So bieten sie sich als idealer Standort für Zierfandler an, damit sich dieser wohlfühlt und voll entfalten kann. Denn, wie wir wissen, ist der Zierfandler eine Traubensorte, die besonders sensibel auf Feuchtigkeit und Staunässe reagiert. 

 

Obwohl die Lage am Fuße relativ flach verläuft, handelt es sich im oberen Bereich durchaus um eine Steillage, die nicht einfach zu bewirtschaften ist. Die komplette Lage umfasst gerade einmal einen halben Hektar und Johannes bewirtschaftet davon schon knapp die Hälfte. Also kann man schon fast von einer Exklusivlage sprechen wie wir dies aus der Burgund kennen.

 

Mit der Modler schließt sich für mich erstmals ein Kreis von Lieblingslagen renommierter Winzer der Thermenregion über die ich hier schon berichten konnte. Würde man die Lagen Tettenhauer von Pepi Piriwe, Modler von Johannes Gebeshuber, Mandelhöh von Bernhard Stadlmann und Rodauner von Karl Alphart in einer Landkarte nachzeichnen, dann würde sich das Bild einer Welle zeigen. Eine Welle, die diese Lagen nahezu verbindet, liegen sie doch auch in Sichtweite voneinander entfernt. Und das Wesentlichste, das sie alle gemeinsam haben, sind die Einzigartigkeit dieser Lagen, ihre Mineralik und ihre Finesse.