Tradition aus Überzeugung.............

Bernhard Stadlmann                 Traiskirchen

  •  Pioniere: Eltern Johann &Michaela
  • Alter: unter 40 
  • Love:   Singel 
  • Nutztier: Tessa


  • Erster Wein: seit 2006 aktiv im Weingut,immer gemeinsam mit Vater Johann
  • Größe: 20 Ha 
  • Weisswein: 90%
  • Holz: Ja!aber keine Barriques
  • Export: 70%


  • Rock oder Klassik: Radio läuft :-)
  • Lieblingslage : Mandel-Höh
  • Wein: Zierfandler


  • Facebook: Nein 
  • Hompage: www.stadlmann-wein.at
  • Heuriger: nicht mehr
  • Topp 100 : jedes Jahr
  • Bio: seit 2007 


Hier wird Weinbau in der 8. Generation betrieben und dass Bernhard nicht viel anders macht als sein Großvater, ist hier bewusst gelebte Tradition. 

Die Philosophie, dass die Qualität eines Weines durch die Arbeit im Weingarten entschieden wird, hält die Familie seit Generationen aufrecht. Das Bestreben der Winzerfamilie, war schon lange bevor sich das Wort Terroir eingebürgert hat, ihre Weine so zu machen, dass sich sowohl der Jahrgang, als auch die Lage darin erkennen lassen. So wird zum Beispiel auf der Ried Mandel-Höh, die seit 175 Jahren von der Familie bewirtschaftet wird immer nur ein einziger Wein gemacht. Das Traubenmaterial, das nicht gut genug für den Wein von dieser Lage ist, wird schlichtweg nicht verwendet.

Aber auch Innovation wurde hier schon immer groß geschrieben.

Der Großvater Johann war  einer der ersten Winzer in der Region, der die Lage auf dem Etikette auswies. Er hat  das Weingesetz, das nach dem Weinskandal den Grundstock für das "Weinwunders" Österreich legte mit ausverhandelt und musste dafür auf eine große politische Karriere verzichten, da ein Weinbauer damals politisch geächtet war. 

Vater Johann, Falstaff Winzer des Jahres 1994, erkannte  schon früh nicht jedem Trend folgen zu müssen und begann den Weinen die Zeit zu geben, die sie brauchen um sich zu entwickeln. Ich glaube mittlerweile  braucht er eine eigene Putzfrau um alle Trophäen mit denen  seine Weinen schon ausgezeichnet wurden staubfrei zu halten.

Bernhard schaut noch immer den Winzern in der Burgund über die Schulter, erweiterte 2007 das Qualitätsdenken der Familie, die schon immer nachhaltig gearbeitet hat, mit einer Bio-Zertifizierung, die er im Gegensatz zu vielen anderen Winzern sehr bedacht umgesetzt hat um die Weingärten nicht zu sehr zu belasten. Er verwendet für die paar Fässer, die er im Jahr braucht, Wienerwaldeiche um die Transportwege kurz zu halten. Er fand  dabei heraus, dass die Eichen im Helenental anders wachsen als die Eichen südlich davon, die knorriger, allerdings noch feinporiger sind und dass es auch darauf ankommt wie dick das verwendete Holz für die Fässer ist.

Im jüngeren Teil der Mandel-Höh sind mehr als 15 selektionierte Zierfandler-Klone ausgesetzt um das Traubenmaterial für diese teilweise schwierige Sorte weiter zu entwickeln und er setzt damit schon wieder einen innovativen Grundstein für die nächste Generation, die das wieder als Tradition bezeichnen wird.

Ried Mandel-Höh Traiskirchen

Weinkenner aus der ganzen Welt verbinden den Namen Mandel-Höh unweigerlich mit dem Namen Stadlmann und dem Zierfandler, der hier wächst. Auf dieser traumhaften Süd-Ost Lage mit Blick auf Traiskirchen und Gumpoldskirchen, gleich über dem Busserltunnel (den wir schon von der Rodauner-Lage kennen), wird schon seit mehr als 175 Jahren Wein von der Familie Stadlmann gekeltert. Die Lage unterscheidet  sich durch eine für die Thermenregion seltene  Bodenbeschaffenheit von vielen anderen Lagen in der Region. Nur eine relativ dünne Erdschicht bedeckt eine Ablagerung aus fein sedimentierten Muschelkalk. Die Rebstöcke, vor allem im besten Stück der Lage, sind zum Teil 50 Jahre alt. Diese wurzeln aufgrund ihres Alters schon so tief, dass sie auch in trockenen Jahren vollkommen ohne Bewässerung auskommen.

Die Weine sind würzig und durch den Muschelkalk sehr mineralisch. Durch das Alter der Stöcke zeichnet sie eine besondere Finesse und Würzigkeit aus. Der Zierfandler Mandel-Höh gehört sicher jedes Jahr zu den besten Weinen Österreichs. Ihr könnt die Lage auch gleich nach  Gumpoldskirchen in Richtung Paffstätten sehen. Auf der rechten Seite erhebt sich ein kleiner Kogel und etwas verwachsen steht ihr  darauf die Urbanuskapelle stehen.